Wir gehören zusammen

Unser Kommunikationskonzept

Was tun im Konfliktfall

„Bevor man sich mit jemandem auseinandersetzt, sollte man sich mit ihm zusammensetzen.“

(Römisches Sprichwort)

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen allen an unserer Schule Beteiligten (Schülerinnen und Schüler, Eltern und Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte und Mitarbeiterinnen) ist für uns selbstverständlich. Trotzdem liegt es in der Natur der Sache, dass das Zusammenleben und –arbeiten nicht immer konfliktfrei verläuft. So unerfreulich Beschwerden, Konflikte und Kritik auch sein mögen, enthalten sie doch oft auch Ansatzpunkte für eine konstruktive „Verwertung“ und eine verbesserte Weiterarbeit in der Schule. Wichtig ist hierbei, einander sachlich, höflich, zugewandt und respektvoll zu begegnen. Der professionelle Umgang mit Konflikten trägt maßgeblich zu einem positiven Schulklima bei. Daher wollen wir an unserer Schule nach folgendem einheitlichen Verfahren vorgehen.

1. Umgang mit Beschwerden

Wir begegnen Beschwerden aufgeschlossen, mit Interesse, Freundlichkeit und Verständnis und schaffen somit die Voraussetzung für eine sachliche Auseinandersetzung mit der Beschwerde.

„Tür und Angel-Gespräche“ sind kontraproduktiv und daher zu vermeiden.

Wenn der Beschwerdeführer die „Überschrift“ seines Anliegens vorgebracht hat, wird ein Termin vereinbart, damit beide Seiten sich vorbereiten und sich genügend Zeit für die Bearbeitung der Beschwerde nehmen können.

Beschwerden von Erziehungsberechtigten über Schülerinnen/Schüler der eigenen Klasse oder fremder Klassen sind ausschließlich an die Klassenlehrerinnen  der betroffenen Schülerinnen/Schüler zu richten.

Erziehungsberechtigte haben innerhalb der Schule gegenüber Schülerinnen und Schüler keinerlei Beschwerde- und Weisungsbefugnis.

Beschwerden können mündlich oder schriftlich erfolgen.

Alle Beteiligten achten beim Vorbringen von Beschwerden auf die Umgangsform.

Während der Klärung und Konsensfindung werden folgende Grundsätze
eingehalten:

  • Respekt und Toleranz (Würde beachten, ausreden lassen)
  • Kooperationsbereitschaft (Bereitschaft zur Zusammenarbeit)
  • Vertraulichkeit/Vertrauensschutz
  • Zuhören
  • Fairness (keine Beleidigungen oder gar Handgreiflichkeiten)
  • Zeitmanagement (mit Rücksicht auf die Zeitressourcen aller Beteiligten beim Thema/bei der Sache bleiben)

Wird der Schulleitung eine Beschwerde direkt mitgeteilt, so wird diese auf das an der Schule gültige Verfahren zur Beschwerderegelung verweisen. Bei Verfahrensfragen bietet die Schulleitung Unterstützung an.

2. Zuständigkeitsweg

Jeder sollte zuerst versuchen, den Sachverhalt direkt mit dem Konfliktpartner selbst zu lösen!


Konfliktparteien
1. direktes Gespräch

2. Schritt 3. Schritt 4. Schritt 5. Schritt
Schüler /
Mitschüler
Pause:
buddYs
Unterricht:
Klassenrat
Pause:
Aufsicht
Unterricht:
KL / FL
Pause:
KL
Unterricht:
Beratungslehrerin
Pause:
SL
Unterricht:
SL
Schüler /
Lehrer
bei Konflikt mit FL: KL
bei Konflikt mit KL: Klassenelternvertrete
bei Konflikt mit FL: KL
bei Konflikt mit KL: Klassenelternvertreter
Beratungslehrerin SL
Schüler /
Päd. Mitarbeiter
Klssensprecher oder
Erziehungsberechtigte
KL Beratungslehrerin SL
Erziehungsberechtigte /
Lehrer
bei Konflikt mit FL: KL
bei Konflikt mit KL: Klassenelternvertreter
Beratungslehrerin Schulelternrat SL
Erziehungsberechtigte /
Päd. Mitarbeiter
KL oder Klassenelternvertreter Beratungslehrerin Schulelternrat SL
Erziehungsberechtigte /
Schulleitung
Klassenelternvertreter Schulleitung Landesschulbehörde SL

3. Intervention

Handelt es sich bei dem Beschwerdegrund um ein Problem großer Tragweite (z.B. schwerwiegende Dienstpflichtverletzung, Gewalt, sexueller Übergriff), greift die Schulleitung unmittelbar ein und sorgt unter Einbeziehung der beteiligten Parteien für Aufklärung des Sachverhaltes und, falls notwendig, Einleitung weiterer geeigneter Maßnahmen.

Oktober 2015